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Zollgebühren Temu Und Co

Neue Zollgebühren seit 1. Juli 2026

Warum günstige Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern jetzt genauer geprüft werden sollten

Anna, Autorin bei VergleichsRatgeber
Von , Geschäftsleitung & Redaktion bei VergleichsRatgeber. Schwerpunkte: Energie, Telekommunikation, Streaming, Mode und Beauty.
📅 ✍️ Anna 🔄 Aktualisiert:

Kurzfazit: Seit dem 1. Juli 2026 sind günstige Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern nicht mehr automatisch zollfrei. Neben Einfuhrumsatzsteuer und möglichen Paketdienst-Gebühren kann jetzt eine neue 3-Euro-Zollpauschale pro Warenkategorie dazukommen.

  • 📌
    Neue Regel: Die bisherige Zollfreigrenze für Waren unter 150 Euro aus Nicht-EU-Ländern ist entfallen.
  • 💰
    Zusatzkosten: Für Sendungen unter 150 Euro werden grundsätzlich 3 Euro Zoll pro Warenkategorie beziehungsweise HS-Position fällig.
  • ⚠️
    Kostenfalle: Zusätzlich können Einfuhrumsatzsteuer und Auslagenpauschalen des Paketdienstleisters anfallen.
  • Bester Schutz: Versand aus einem EU-Lager oder klar ausgewiesene Landed Costs im Checkout prüfen.
Beispielhafter Warenwert aus einem Nicht-EU-Land10,00 €
Einfuhrumsatzsteuer bei 19 %1,90 €
Neue Zollpauschale bei einer Warenkategorie3,00 €
DHL-Auslagenpauschale bei vorgestreckten Abgabenaktuell 7,50 €
Möglicher Gesamtbetrag im Beispiel22,40 €
Wichtiger Hinweisabhängig von Versandort, Warenkategorie, Händlerabwicklung und Paketdienst
KostencheckEndpreis vor Bestellung prüfen
Kostenfalle: Aus 10,00 € können im Beispiel 22,40 € werden
👉 Zum Angebot

Wer regelmäßig günstige Produkte aus Nicht-EU-Ländern bestellt, muss seit dem 1. Juli 2026 genauer hinschauen. Die bisherige Zollfreigrenze für Warensendungen unter 150 Euro wurde abgeschafft. Damit können auch kleine Bestellungen ab dem ersten Cent zusätzliche Kosten verursachen.

Besonders relevant ist das für Marktplätze und Shopping-Angebote wie Amazon, Amazon Haul, TEMU, AliExpress und Etsy. Entscheidend ist nicht nur der Shop, sondern vor allem der Versandort der Ware.

Die neue Pauschale liegt bei 3 Euro pro Warenkategorie. Gemeint ist damit nicht automatisch ein Artikel und auch nicht immer das komplette Paket, sondern die jeweilige zolltarifliche Einordnung. Mehrere gleiche Produkte können eine Kategorie bilden, unterschiedliche Produktarten können dagegen mehrfach berechnet werden.

Ein einfaches Beispiel zeigt die neue Kostenlogik: Drei T-Shirts in einer Bestellung zählen in der Regel als eine Warengruppe. Dann fällt einmalig 3 Euro Zoll an. Bestellst du dagegen ein T-Shirt und eine Handyhülle, können daraus zwei unterschiedliche Warengruppen werden. In diesem Fall wären 2 x 3 Euro, also 6 Euro Zoll, möglich.

Bei günstigen Artikeln fällt das besonders stark ins Gewicht. Denn neben der Zollpauschale bleibt die Einfuhrumsatzsteuer weiterhin relevant. Zusätzlich können Paketdienstleister Gebühren verlangen, wenn sie Abgaben auslegen und anschließend beim Empfänger einziehen. Genau deshalb sollte der Endpreis im Checkout genau geprüft werden. 👉 Aktuelle Shopping-Angebote prüfen

Für Deal-Beiträge wird damit ein Punkt besonders wichtig: Der Versandstandort muss klar genannt werden. Kommt die Ware aus einem EU-Lager, ist das für Leser deutlich attraktiver als ein scheinbar günstiger Preis mit unklarer Drittland-Lieferung.

Redaktionelle Einordnung von Anna

Für günstige Marktplatz-Angebote ist der reine Shop-Preis seit dem 1. Juli 2026 weniger aussagekräftig. Entscheidend ist, ob der Händler die Ware aus einem EU-Lager verschickt, ob Steuern und Abgaben bereits im Checkout eingepreist sind und ob bei Zustellung noch Gebühren des Paketdienstleisters drohen.

Für Leser von VergleichsRatgeber ist deshalb wichtig: Ein Angebot ist nur dann wirklich stark, wenn der Endpreis nachvollziehbar bleibt. Bei Artikeln aus Nicht-EU-Ländern sollte immer geprüft werden, ob die 3-Euro-Zollpauschale, die Einfuhrumsatzsteuer und mögliche Auslagenpauschalen bereits berücksichtigt sind.

Shop-Check: Worauf Du jetzt achten solltest

  • Versand aus EU: Angebote mit Versand aus Polen, Spanien, Tschechien, Deutschland oder einem anderen EU-Land sind oft die sicherere Wahl.
  • Checkout prüfen: Achte darauf, ob Steuern, Zoll und mögliche Importkosten bereits im Endpreis enthalten sind.
  • Warengruppen beachten: Unterschiedliche Produktarten in einer Bestellung können mehrere 3-Euro-Pauschalen auslösen.
  • Paketdienst-Gebühren einkalkulieren: Wenn Abgaben nicht vorab bezahlt wurden, können zusätzliche Service- oder Auslagenpauschalen dazukommen.
  • Bei Etsy genau hinsehen: Dort ist der Versandort abhängig vom jeweiligen Verkäufer. Ein Artikel aus den USA oder Großbritannien ist anders zu bewerten als ein Versand aus der EU.
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Häufige Fragen zu den neuen Zollgebühren

Was hat sich seit dem 1. Juli 2026 geändert?

Seit dem 1. Juli 2026 ist die bisherige Zollfreigrenze für Warensendungen unter 150 Euro aus Nicht-EU-Ländern entfallen. Dadurch können auch günstige Online-Bestellungen zollpflichtig werden.

Wie hoch ist die neue Zollpauschale?

Für Sendungen unter 150 Euro wird grundsätzlich eine Pauschale von 3 Euro pro Warenkategorie beziehungsweise HS-Position fällig. Mehrere unterschiedliche Produktarten in einer Bestellung können daher mehrere Pauschalen auslösen.

Welche Shops sind besonders betroffen?

Relevant ist die Regel für Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern, etwa bei Angeboten über Amazon, Amazon Haul, TEMU, AliExpress oder Etsy, sofern die Ware direkt aus einem Drittland in die EU geliefert wird.

Fällt die Gebühr pro Paket oder pro Artikel an?

Die 3-Euro-Pauschale wird nicht einfach pauschal pro Paket berechnet. Maßgeblich ist die jeweilige Warenkategorie beziehungsweise Tarifposition. Drei gleiche T-Shirts können eine Kategorie bilden, ein T-Shirt und eine Handyhülle dagegen zwei unterschiedliche Kategorien.

Was bedeutet Versand aus EU-Lager?

Wenn ein Händler die Ware aus einem Lager innerhalb der Europäischen Union verschickt, wurde sie in der Regel bereits durch den Händler oder Importeur eingeführt und abgewickelt. Für Endkunden ist der angezeigte Shop-Preis dann meist deutlich besser kalkulierbar.

Kann der Paketdienst zusätzlich Geld verlangen?

Ja. Wenn Einfuhrabgaben nicht bereits beim Kauf bezahlt wurden und der Paketdienst diese auslegt, können zusätzliche Service- oder Auslagenpauschalen entstehen. Bei DHL lag die Auslagenpauschale zuletzt bei 7,50 Euro.

Wie erkenne ich einen sicheren Endpreis?

Achte im Checkout auf Hinweise wie enthaltene Umsatzsteuer, Importabgaben, Landed Costs oder Versand aus einem EU-Lager. Fehlen diese Angaben, sollte der Deal vorsichtiger bewertet werden.

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